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Restless-Legs-(and-Arms)-Syndrom
 
Nach wie vor ist nicht geklärt, welche pathophysiologischen Veränderungen dem Restless-Legs-Syndrom (RLS) mit seinen typischen Symptomen der Mißempfindungen und der Bewegungsstörungen vor allem in den Beinen, aber auch in den Armen, zugrundeliegen. Die "unruhigen Beine" in der Nacht sind dabei nach Angaben von Neurologen aus Göttingen auf Muskelkontraktionen zurückzuführen, die bis zu fünf Sekunden dauern und in Abständen von fünf bis 90 Sekunden auftreten. Dabei überstrecken sich die Zehen, Sprunggelenk, Knie und Hüfte beugen sich unter der Muskelspannung.

RLS ist eine häufige chronisch neurologische Erkrankung. Die Beschwerden machen sich vorwiegend gegen Abend, beim ruhigen Sitzen oder im Bett liegend bemerkbar und zwingen den Betroffenen wieder aufzustehen und herumzugehen, in schweren Fällen die ganze Nacht! Häufig werden die Bewegungen von Armen und Beinen als bewusste Reaktion auf die sensiblen Missempfindungen interpretiert, bei einigen Patienten steht aber die Bewegungsunruhe ganz im Vordergrund. Die Bewegungen sind dann unwillkürlich und somit gar nicht beeinflussbar. Alternativ kann der autonome Muskeltonus in spastischen Krämpfen gipfeln. Es scheint eine Verwandtschaft zum Parkinson Syndrom vorzuliegen, entsprechend kann eine Therapie mit L-Dopa (Dopamin) für eine Zeit hilfreich sein, führt aber oft zur Verstärkung der Erkrankung.



In einem muss ich dem Mitbetroffenen leicht wiedersprechen, denn es sind nicht nur Schmerzen, sondern wirklich auch unwillkürliche und unbeherrschbare Bewegungen, die mich z.B. eines Nachts meinen Glasschreibtisch mit dem Knie zerschlagen ließen (na das war ein Schreck) und das Autofahren manchmal zu einer Holperpartie machen, weil man den Fuss nicht ruhig auf dem Gas lassen kann. In meinem Fall betreffen die Symptome nicht nur die Beine, sondern auch die Arme und die untere Rückenmuskulatur. Auch ich wurde eine ganze Weile mit den Dopaminverwandten gegen Parkinson behandelt. Erst Restex, dann Sifrol, in der jeweiligen Maximaldosis. Außer den Nebenwirkungen war aber leider garnix. Zwar fiel ich plötzlich ab und zu in einen spontanen Kurzschlaf, und erwachte dann immer völlig verdutzt, noch die Finger auf der Tastatur, die Maus in der Hand und eine unvollendete Codezeile auf dem Bildschirm. Und ich konnte plötzlich nur noch weniger Informationen verarbeiten, als ich es von mir gewohnt war und als sie die moderne Alltagswelt auf einen loslässt. Beim Gang durch den Supermarkt musste ich immer ein Auge zumachen, sonst wurde mir durch die Masse der bunten stark ausgeleuchteten Reize schnell schwindelig, und ich musste mich langsam an den Regalen entlang aus dem Laden heraustasten. Also hab ich die Mittelchen nach jeweils etwa einem Dreivierteljahr erfolglosen Schluckens wieder abgesetzt, und lebe halt damit, dass mein Körper ständig in Aktion und Bewegung ist, und mich mit Schmerzen animiert dies beizubehalten. Und wenn es doch einmal gar nicht mehr auszuhalten ist, dann versuche ich mit Opioiden oder Diazepam die Muskeln soweit zu entspannen, dass es wieder zu ertragen ist.




> weitere Informationen: http://www.restless-legs.ch
 
 
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