Und es begab sich aber zu der Zeit, dass ich die Nase
voll hatte von der postalischen Diskussion mit der Gmünder
Ersatzkasse, ob ich nun den für die Lohnfortzahlung in einem
Krankheitsfall bestimmten Anteil des Beitrags bezahlen muss, obwohl
ich ja keine Leistung erwarten kann, und ob das von mir gewünschte
einfache Krankenversicherungsmodell nun zu Unrecht 'Ermäßigter
Beitragssatz' heißt oder doch, ... so beschloss ich, die Kasse
einfach zu wechseln, und so vielleicht durch nicht ganz so taube Ohren
in nicht ganz so hohle Köpfe sprechen zu können, vielleicht
ein Einsehen zu finden. Da sollte ich mich aber sowas von geirrt haben,
ich möcht es ja selbst kaum Glauben ...
Zum ersten April wollte ich die Kasse wechseln. Beachte
das Datum und den alten Brauch, sich zu diesem Termin gegenseitig
von Herzen zu foppen, und wenn ich ehrlich bin hatte ich ja angefangen
die Sache nicht ernst zu nehmen, die Auswahl der BKK
Dr. Oetker als neue Kasse kam schliesslich aufgrund der Vorstellung
zustande, wie erquickend es wohl sein würde, diese Versichertenkarte
auf den Tisch zu legen und zu sagen: 'Qualität ist das beste
Rezept!' Ich hatte, wie man das so macht, mein Einkommen angemeldet
und hinzugeschrieben, dass es sich bei dem auf dem Rentenbescheid
der Presseversorgung um eine QUARTALSWEISE Auszahlung handelt. Ich
bekam auf den Monat gedrittelt damals Bretto 839,80 Euro Berufsunfähigkeitsrente,
hier aber der Beitragsbescheid der Oetkers:
April April, aber nur mal zum Spaß nachgerechnet,
blieben mir dann Nutto noch 461,89 € und es wären 45 % meines
Brettoeinkommens. Das kann ja nur ein Scherz sein, ich hoffe die Messen
beim Pudding genauer ab. (Das Copyright für
Bretto und Nutto liegt übrigens bei Volker Pispers)
Mit viel pädagogischer Nachsicht könnte man es entschuldigend
werten, dass der Vorgängerin in Schwäbisch-Gmünd exakt
der gleiche Fehler im Leseverständnis unterlaufen war.
Schon besser, obgleich noch falsch. Übrigens habe
ich nicht etwa schräge gescant, wie man am Briefkopf sieht, die
drucken dort so schief, hier hätte das erste mal der Verdacht
aufkommen können, dass die dort zu Betriebsfesten neigen. Aber
ist Dir aufgefallen, dass da nicht etwa die Rede von einem Fehler
ist, nein, mein Einkommen habe sich geändert. Jaja ...
Aber wirklich schlimm: Sie hatten es doch schonwieder
getan. Ich war in den 'Allgemeinen' Beitragssatz eingeordnet,
der neben den Leistungen für Arzt, Medikamente und Reha auch
eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ab der sechsten Woche beinhaltet.
Dabei sagte das Gesetzbuch in §243 (1) "Besteht kein Anspruch
auf Krankengeld oder beschränkt die Krankenkasse auf Grund von
Vorschriften dieses Buches für einzelne Mitgliedergruppen den
Umfang der Leistungen, ist der Beitragssatz entsprechend zu ermäßigen."
heut sagt es zwar lieber: "Für Mitglieder, die keinen Anspruch
auf Krankengeld haben, gilt ein ermäßigter Beitragssatz.
Dies gilt nicht für die Beitragsbemessung nach §
240 Abs. 4a.". Da ich nicht im Aus- sondern im Inland und
nicht begattet bin, gilt für mich also das, was obskurerweise
'Ermäßigter Satz bezeichnet wird, obwohl es sich nicht
um eine Ermäßigung, sondern einfach um ein anderes Versicherungsprodukt
handelt. Aber das wollen die aber um keinen Preis
akzeptieren. Wirklich nicht.
Überspringen wir ein halbes Jahr
und den anlaufenden Briefwechsel, und steigen an dem Punkt wieder
in die Geschichte ein, wo es 'Schwups' machte, und meine EC-Karte
bei dem Versuch Geld aus der Wand zu ziehen mit dieser Anzeige quittiert
wurde:
Ihre
Karte wurde aus Sicherheitsgründen eingezogen.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Kundenberater.
Scheiße! Entschuldige bitte das deutliche Wort.
Aber nun musste mein alter Vater im fernen Winsen /Luhe zur Sparkassenfiliale
laufen, und dort die Überweisung des geforderten Betrags beauftragen.
Hier hat der freie Wille in Deutschland deutliche Grenzen.
Und hier kommt die Antwort, möchte man meinen
...
Wenigstens wurde mein Konto recht zügig wieder
entsperrt, nur zwei Abbuchungen waren geplatzt und fabrizierten einen
schlechten Eindruck und ein paar Nebenkosten. Was solls.
Eine Weile lief alles 'normal', bis ich nach fünfjährigem
Hickhack vor dem Sozialgericht eine Rente von der Bundesversicherungsanstalt
für Angestellte bekam, und zwar mit Nachzahlung, die ja eigentlich
eine einmalige Zahlung gewesen ist, so hätte ich fairerweise
auch nur in einem Monat dieses Einkommen angerechnet bekommen dürfen,
was die Beitragsbemessungsgrenze überstiegen und den Betrag etwas
niedrieger ausfallen lassen hätte, den ich von meinen sauer zusammengelittenen
Kröten abgeben sollte.
Hey, neues Design, jetzt nicht mehr mit dem altbekannten
Dr. Oetker Logo... mir gefällts nicht, aber dafür werd ich
im Gegensatz zu Frau Wolthausen auch nicht bezahlt.
Apropos: noch einfacher ist es doch wahrscheinlich, wenn Sie sich
den Auftrag zur Abbuchung von meinem Konto gleich wieder selbst erteilen,
und meiner Bank auch.
Statt einer ersehnten Antwort kam ein paar Tage später
diese nachträgliche Information:
Da steht jetzt zwar soviel Text auf mehreren Blättern, dass einem fast schwindelig wird, aber es befasst sich irgendwie nicht wirklich mit meinem Fall. Oder mangelt es mir an Verständnis? Hier geht es doch wohl um Altersrentner, Vorruheständler und andere Pensionäre, die ja trotz Beendigung der Arbeitspflicht noch weiterhin die Möglichkeit zur Arbeit, und bei Ausfall auch Anspruch auf eine Lohnfortzahlung haben, ... inzwischen arbeitet die Maschinerie weiter; hat einer mitgezählt zum wievielten Mal? Jedenfalls: Konto ist gesperrt, sagt Oetker:
Wenn der 'Schuldner' das Geld nicht bringen will, muss
es eine/r holen. Die Vorgängerin Gmünder Ersatzkasse hat
mir zu diesem Zweck einmal den Zoll ins Haus geschickt, der durch
einen Blick in jeden unserer Schränke feststellen durfte, dass
es bei mir keinen materiellen Reichtum zum Wegnehmen gibt. Solche
Besuche sind unangenehm, aber Gelegenheiten, um den 'Mangel' einmal
eindeutig als 'Vorteil' zu erleben. Die BKK Dr. Oetker macht es anders,
hier benutzt sie mal nicht die Sondeberechtigung als Anstalt des Öffentlichen
Rechts, sie schickt wie ein Zivilgläubiger einfach die GV-Frau
...
Von hier prasselten fortan die Einladungen zur Klärung
und zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicheung nur so ins Haus, immer
mit Terminvorgaben die entweder in meiner Schlafphase oder in meiner
Schmerzphase lagen, weshalb ich lange keinen davon einhalten konnte.
Das Merkwürdige, die Beträge wechselten ständig, waren
mal höher, mal niedriger, ...
Oder probieren wir doch mal was ganz Buntes aus: Schon mal sowas gesehen?
Wer hat das nicht gern im Briefkasten, einen Befehl
zur eigenen Verhaftung. Man soll sich möglichst freiwillig melden,
um nicht nötigenfalls mit Gewalt in einen Kerker gezerrt zu werden
und dort so lange eingesperrt zu bleiben, bis man zur Zahlung oder
zur Offenlegung aller finanziellen Verhältnisse unter Eid bereit
ist. Von diesen Befehlen habe ich allein von Dr. Oetker mittlerweile
ein halbes Dutzend bekommen. Gott sei Dank hab ich
ja aus einer anderen Sache bereits eine Haftunfähigkeitsbescheinigung
die ich hier wie eine 'Gehe-nicht-ins-Gefängnis-Karte' beim Monopoli
sehe. Das macht die Sache gefühlt etwas unbedrohlicher, räumt
sie aber nicht vom Tisch. Ich musste wohl oder übel den Nötigungen
nachgeben, indem ich meine ja schon mehrfach geleistete Eidesstattliche
Versicherung bei Frau Ma(h)nig wiederholte. Daraufhin war erst etwas
Frieden, die Kontopfändung wurde aufgegoben, aber schon bald
machte es wieder 'Schwups' und das Girokonto war trotz Offenbarungseid
wieder mit einer Pfändung belegt, ausserdem noch etwas:
Ja soll das denn heißen, dass ich nun eventuell
keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekomme, oh Schreck lass nach,
... denn was ich sonst an Leistungen von der BKK Dr. Oetker erhalte
ist zur Behandlung akuter Schmerzzustände und ander Gründe,
die von der Leistungsverweigerung allesamt ausgeschlossen sind, denn
so dreist trauen sie sich doch noch nicht zuzugeben, das der Mammon
längst über der Humanität steht. Ich dachte, erstmal
ignorieren, und nächstes Jahr mit neuem Schwung die Sache heilen,
aber da kam aus Bielefeld noch ein Weihnachtsgruß:
Bei den 'Unterlagen' handelte es sich um einen neuerlichen
Haftbefehl, ich hatte daraufhin ein herrliches Weihnachten, und hoffe
Du erkennst den Sarkasmus an dieser Stelle. Denn leider geht es mir,
wenn ich solche Post erhalte, nach ungefähr 3 bis 4 Stunden zunehmend
schlecht, ich merke wie meine Gedärme sich entzünden und
so auf das Reagieren, was ich da Schlucken soll, aber nicht verdauen
kann.
Vielleicht hilft es ja, wenn ich mich einmal an die
Instanz wende, die laufend diese Haftbefehle auf Anforderung herstellt,
wenn man dort klärt, dass dies eigentlich ein Unrecht ist ...
Seit dem 17.02.2009 und noch bis zum 15.05.2009,
also für
87
Tage (12 Wochen!), war mein Girokonto zum dritten Mal auf Geheiß
der BKK Dr. Oetker gesperrt. Die Explosien der Forderungen
ist mit vernünfitgem Geist nicht mehr nachvollziehbar, die Leistungen
will man verweigern, der Kampf gegen mich als schwächstem Glied
in der Kette des korumpierten Gesundheitswesens wird mit unverhältnismässigen
Mitteln geführt, anstatt mit mir auf die Änderung dieses
albernen Gesetztes zu wirken, nach dem ich angeblich als Erwerbsunfähiger
die Lohnversicherung der Arbeiter solidarisch mittrage, aber selbst
die Diazepam Tabletten, die man braucht wenn man mit soviel Unsinn
konfrontiert wird, sind nicht erstattungsfähig und kosten 12,75
€ aus der eigenen Tasche, ätsch ... da möchte ich nicht
mehr Mitglied sein, und erklärte, begründet mit den unangenehmen
Erfahrung rund um meine Mitgliedschaft, den sofortigen Austritt. Ich
wollte mein Glück bei einer anderen Krankenkasse versuchen, rate
mal, was da jetzt von Dr. Oetker kommt:
Was für ein Hohn, aber verziehen, denn die Briefe
werden ja nicht von Menschen verfasst. Aber war da nicht noch etwas
anderes auf dem Herd ?
Ich finde, dass hier wieder einmal keine einzige Zeile
auf die Sachlage eingeht. Ausserdem hatte die BKK Dr. Oetker tatsächlich
bereits eine Leistung verweigert, nämlich den Sauerstoff, den
ich gegen die ärgsten Clusterattacken
einsetze, und den ich doch lieber im Hause weiß. Offensichtlich
kann man bei Dr. Oetker, wie bei anderen Krankenkassen zuvor, nicht
so leicht verstehen, dass es für Sauerstoff verschiedene Indikationen
gibt, dass er für die Einen ein 'Heil- und Hilfsmittel' ist,
verzichtbare Medizin sozusagen, aber im Falle der Bing-Horton-Betroffenen
nunmal ein Schmerzmedikament, und somit ist dessen Verweigerung verboten.
achtung: es
folgt ein highlight !
Nicht nur das die Schräglage des Briefes wohl
den Preis in der Kategorie 'Drehtext' abräumt, es ist nun in
meinen Augen bewiesen, dass die Bürogemeinschaft zum Frühstücksumtrunk
neigt, kenn ich ja vom Radio, da war an manchem Tag irgendetwas zu
feiern, der NDR hat sogar eine Hausmarke. Aber witzig ist es trotzdem,
dass man sich selbst in solchen Sitautionen schlecht einschätzen
kann und trotz längst verlorenem Überblick noch ins Mikrofon
spricht (oder
lallt), oder wie hier: ein Antwortschreiben verfasst:
Und diese Stellungnahme erwarte ich immer noch, ich
finde ich habe einen Anspruch darauf. Allerdings geht man hierauf
bei der BKK Dr. Oetker nicht im geringsten ein, im Gegenteil:
Ich habe also am gleichen Tag per Fax meiner Bank den Auftrag erteilt, diese 583,81 € an die
Oetkers zu überweisen, und den allergrößten Teil der
Rente auf das Konto meiner Frau, um da besser ranzukommen. Versorgungsbezüge,
wie es so schön heißt, sind nämlich nach Eingang für
7 Tage vor jeder Pfändung geschützt, und durch die Abbuchung
würde ich wieder dick ins Minus, also in den Schutz des mangelnden
Guthabens zurückfallen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass dieses
mal auch bei der Sparkasse an meiner Verzweiflung mitgearbeitet werden
sollte, und es 11 Tage dauern, 2 weitere Faxe und 7 Telefonate brauchen
würde, bis man dort den Auftrag endlich ausführte (rein justiziell war´s durch deren Schuld da eigentlich garnicht mehr mein Geld, aber wir wollen keine schlafenden Irren wecken).
Zunächst waren die dortigen Mitarbeiter wirklich extrem schwer
zu erreichen, dann verweigerte man sich erst mit der Begründung,
es sei gesetzlich verboten Überweisungsaufträge per Fax
anzunehmen, könnte ja einer mit einer Pistole hinter mir stehen
und mich zwingen (wohlgemerkt, Geld an meine Krankenkasse und an mich
selbst zu überweisen). Auf die konkrete Frage nach dem Gesetz
und dem Paragraphen der dieses so anordne, wurde ich an einen anderen
Mitarbeiter geleitet, bei dem es plötzlich kein Gesetz mehr war,
sondern eine geheime hausinterne Anweisung. Selbst auf die mittlerweile
entnervte Beteuerung, dass da bestimmt niemand seit fast zwei Wochen
mit Pistole hinter mir stünde, weil dem vor Tagen schon der Arm mitsamt Waffe
abgefallen und er darauf verblutet sei, bekam ich nur Bedauern bekundet, den Überweisungswunsch aber
rigoros und beständig verneint. Ich forderte die sofortige Zusendung dieser Weigerung
per Fax, damit ich es zumindest hier veröffentlichen könne.
Als ich zwei Stunden später, kurz vor Schalterschluss, noch immer
kein Fax in Händen hatte, telefonierte ich mich hartnäckig zur Leiterin der für mich zuständigen Filiale (bei der ich damals mit 15 für meine ersten Honorare dieses Konto eröffnete) durch,
die inzwischen von dieser Affäre Wind bekommen und veranlasst
hatte, dass die Zahlungen durchgeführt würden. Nach nur
4 weiteren Tagen war das Geld (virtuell) am vorläufigen Bestimmungsort.
Denn entgegen der Darstellung der Krankenkasse bin
ich ja durchaus zahlungswillig. Seit dem 01.04.2007 habe ich immerhin
3.821,53 Euro an die BKK Dr. Oetker gezahlt, für
mich ein ganz schöner Batzen Geldes, der leider nicht nur für
die Gesunderhaltung der Sozialgemeinschaft verwendet wurde - oder etwa für meine, denn etwa die gleiche Summe musste ich nochmal für all das aufbringen, was zwar hilft, aber nicht im Leistungskatalog für meine Krankheitskennzahl steht - sondern
auch für die Gehälter dieser Erpressungsgehilfen und Falschversteher
(ganz zu schweigen von denen der Vorstände), für die bunte
Zeitschrift, die mir ungefragt alle vier Wochen zugestellt wird, für
das häßliche neue Briefpapier, und für so manch anderen
Jux, der mit Gesundheit oder Genesung nichts zu tun hat, sondern in
Wahrheit nur reichlich Geld aus dem System ableitet, und es nicht nur teuer macht, sondern vom eigentlichen Zweck entartet und sogar ins Gegenteil verkehrt.
Lange hab ich hin und her überlegt, wie das denn
nun weitergehen soll. Zwischenzeitlich musste ich mir zwei Weißheitszähne
und einen Backenzahn operativ entfernen lassen (die erste Vollnarkose
meines Lebens) was im Hinblick auf die 'ganzheitliche Sicht physischer
Symptome als Spiegel der Seele' nicht besonders dienlich war, stehen
hier doch die Zähne für Kampfbereitschaft und Durchsetzung.
Am besten ich gebe den Fall ab, und lasse mich von jemandem vertreten,
der sich mit sowas auskennt:
Ist es angemessen einen Vergleich zwischen der Entführung
und Erpressung Richard Oetkers und dem vorliegenden Fall zu ziehen?
Das müssten die beiden Betroffenen wohl im Zwigespräch zu
ergründen versuchen. Für mich allerdings ist es 'das selbe
bloß anders' wenn auch mit scheinbarer staatlicher Legitimation.
Wie ist denn die Erpressung definiert?
Strafgesetzbuch Besonderer Teil (§§ 80 - 358)
§ 253 Erpressung
(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch
Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung,
Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen
des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt,
um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, wird
mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe
bestraft.
(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der
Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten
Zweck als verwerflich anzusehen ist.
(3) Der Versuch ist strafbar.
(4) In besonders schweren Fällen ist die Strafe
Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Ein besonders schwerer
Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter gewerbsmäßig
oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten
Begehung einer Erpressung verbunden hat.
Gern würd ich ja diesen Weg benutzen, es als den Frevel
anklagen, der es in meinen Augen ist, und den Staatsanwalt in der Sache tätig
werden lassen. Nicht nur wegen der Erpressung oder Nötigung oder wie man diese Unverhältnismässige Drangsal nennen mag,
auch wegen der fahrlässigen oder doch fast schon vorsätzlichen
Körperverletzung, die sich über den Umweg der Psyche ergibt. "Da könnt ich kotzen" und "das kann ich nicht verdauen", "das geht mir an die Nieren" und "es ist zum aus der Haut fahren" sind nicht nur Volksmund, mein Körper zeigt mir sehr eindrücklich warum diese Redewendungen entstanden sind, es sind Tatsachenberichte, früher mit sowas Konfrontierter.
Nicht nur das die WHO die Psyche und deren Zustand
als Teil der Gesundheitsdefinition begreift, 'Psychosomatik' nennt
es die Medizin, wenn Effekte aus unseren Gedanken oder Gefühlen
im Körper auftreten, meist als sogenannte Funktionsstörung
oder Krankheit. Ich stelle es mir aber leider unglaublich schwierig
vor, einem Polizeibeamten oder einem Staatsanwalt den Zusammenhang
zwischen meinem angeschlagenen und schmerzhaften Zustand und den postalischen
und vollzieherischen Hieben aus Bielefeld zu vermitteln. Ein Ärztliches
Attest wäre vielleicht dienlich, aber wer soll das schreiben?
Apropos... der VdK, jetzt schon mehrfach hierzu schriftlich angerufen, sagt einfach keinen Pieps zu meinem Wunsch mit deren Vertretung vor Gericht zu ziehen, also muss ich mir die Klage notgedrungen wiedermal selbst aus dem Ärmel schütteln:
Viereinhalb weitere Wochen zogen dahin, ohne das sich
irgendwas getan hätte. Mein Konto war immernoch gesperrt und
man war es wahrscheinlich in Bielefeld leid geworden mir Briefe zu
schreiben, die ich nicht unwidersprochen empfangen wollte, also tat
man es nicht mehr, auch wenn noch einige Fragen offen waren. Traurigerweise
habe ich auch vom VdK nichts gehört, weshalb
mir ein leichtes Unwillkommenheitsgefühl aufflammte, ...
Also verfiel ich auf die Methode das folgende Fax so lange im Dauerbetrieb an alle irgendwie zu ermittelnden Fax-Nummern im Hause BKK Oetker zu senden, bis eine Reaktion erfolgt:
Schade, dass mir das nicht schon viel früher eingefallen war und ich den Verteiler nicht gleich auf alle übrigen Faxgeräte im gesamten Oetker-Konzern ausgeweitet hatte, in Zeiten von Flat-Rates tut sowas dem Absender ja nicht mehr weh. Jedenfalls dauerte es wirklich kaum eine Stunde, 48 Auslieferungen genau, bis die Empfangsstelle wirklich reagierte:
... und wie heißt es bei Tabaluga´s Reise zur Vernunft ?: "... Dann ... war es still ! "
Diese Sammlung von Originaldokumenten ist bei weitem nicht vollständig,
der Aktenordner mit der Korrespondenz zwischen mir und der BKK Dr.
Oetker hat mittlerweile ein Gewicht von 6.3 kg.
UPDATE: 27.12.2009
In diesem Jahr hat der Briefträger zu Weihnachten ganz besonders schöne Post in den Kasten gesteckt, wenn ich das mal voller Ironie sagen darf. Da war zum einen die Kontosperrung (diesmal nicht von Dr. Oetker), die mich ganz schön unbeweglich gemacht hat, und wenn ich mir erst ausmale wie lustig das erst hätte sein können, wenn ich zu diesem Zeitpunkt wie eigentlich geplant und gehofft zur Kur und Überwinterung auf La Gomera gewesen wäre...
Und zum anderen kamen eben wieder Neuigkeiten von der längst nicht mehr so oft bedachten Geschichte mit dem Lohnfortzahlungsversicherungsbeitragsrückstand ... aber sehet selbst:
Richtig, Cluster ist nicht lebensbedrohlich, man muss sich schon selbst entscheiden dass man das Leiden nicht mehr ertragen kann, aber ein gutes Drittel der Betroffenen tut dies früher oder später, weshalb der Spaß ja auch unter Neurologen "Suizidkopfschmerz" genannt wird.
Okay, der hier gezeigte Cluster ist nicht meiner. Aber bei aller Eitelkeit würde ich es auch nie zulassen, dass man mich während einer Attacke beobachtet oder gar filmt, weil es MEIN Cluster ist, und weder meine Kinder noch meine Mutter oder ähnlich mitfühlende Menschen an meinem Schmerz mitleiden sollen.
Wie mir ein Arzt hinter vorgehaltener Hand aber mal offenbarte, sagt man unter Medizinern nicht nur, dass dies der oben erwähnte "Suizidkopfschmerz" ist, man bezeichnet die Betroffenen auch als "Clusterpersönlichkeiten" - was dann synonym für ein renitentes, querulantes Arschloch ist (siehe "Dr. House" Staffel 2 Folge 23). Gleiches meint man übrigens auch über Morbus Crohn Patienten, die dann als "Crohnpersönlichkeit" bezeichnet werden. Ich habe beides, das bringt mir auf der einen Seite eine ganze Wand an Vorurteilen bei jedem neuen Arztbesuch, andererseits aber wirklich den Willen, weder hier noch irgendwo nachzugeben, wenn mein empfindlicher Gerechtigkeitssinn berührt oder maltretiert wird.
Oder anders ausgedrückt: ich darf die nächsten zwei / drei Jahre weiter hübsch Beiträge zahlen, aber keine Leistungen bekommen, ... bin ich denn wirklich in Wahnsinnistan ?
Am unmittelbar nächsten Tag: